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Niccolò Machiavelli

Shownotes

Kalte Machtlogik...
Mach's dir bequem und kuschel dich ein!

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Die Episode basiert auf Inhalten von Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Niccolò_Machiavelli
Inhalte wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt oder bearbeitet.
CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/)

Transkript anzeigen

00:00:00: Nicolas Machiavelli.

00:00:02: Niccolò di Bernardo dei Machiaveli wurde am dritten Mai, fourteenhundertneunundsechzig in Florenz geboren und starb am einundzwanzigsten Juni, fünfzehnhundertsiebenundzwanzig dort.

00:00:16: Er war Philosoph, Diplomat, Chronist, Schriftsteller und Dichter.

00:00:21: Berühmt ist er vor allem für die Werke Il Principe.

00:00:28: Damit zählt er zu den wichtigsten Staatsphilosophen der Neuzeit.

00:00:32: In seinen Schriften untersuchte er Macht und zeigte die Unterschiede zwischen dem, was sein soll – und dem,was tatsächlich ist.

00:00:42: Deine Analysen stützte er auf das, was sich empirisch beobachten lässt.

00:00:47: Il Principe spielte eine zentrale Rolle in den Debatten um den sogenannten Machiavellismus.

00:00:54: Dieser Begriff wird oft abwertend gebraucht und beschreibt ein geschicktes, aber moralisch ungebundenes Verhalten das auf Macht-und eigene Vorteile zielt.

00:01:04: Ein weiteres wichtiges Werk von Machiavelli ist Delarte de la Guerra – dass heute weniger beachtet wird.

00:01:13: Eben Herkunft Bildung Name Aus einer angesehenen doch finanziell angeschlagenen Familie entstammte Niccolò Machiaveli.

00:01:25: Er wuchs mit drei Geschwistern Primavera Margarita und Toto bei seinen Eltern Bernardo di Nicoloma Chiavelli, und Bartolomea di Stefanonelli im Florentiner Stadtviertel Santo Spirito südlich des Arno auf.

00:01:42: Über seine Mutter ist nur bekannt dass sie belesen war und kleinere Schriften verfasste.

00:01:48: Sein Vater arbeitete hauptsächlich als Anwalt – war in diesem Beruf wenig erfolgreich und verarmte.

00:01:55: Mit seinem geringen Einkommen unterhielt der Vater eine kleine Bibliothek und ermöglichte seinem Sohn eine umfassende humanistische Bildung.

00:02:04: Machiavelli lernte schon früh autodidaktisch Werke antiker Klassika kennen, unter anderem Aristoteles, Boethius, Zizero und Claudius Ptolemeus.

00:02:15: Er erhielt Privatunterricht in den siebenfreien Künsten und lernte Grammatik- und Latein früher als heute üblich.

00:02:23: Zu seiner Zeit war die Schreibweise seines Namens nicht festgelegt.

00:02:27: Er selbst unterschrieb mit verschiedenen Varianten.

00:02:32: Republikanischer Politiker und Florentiner Amtsträger Volker Reinhard beschreibt, dass Machiavelli unter der Herrschaft der Medici eine tiefe Abneigung gegen diese Familie und ihre politischen Manipulationen entwickelte.

00:02:49: Frühe erkannte er Politik als Kampf um Interessen-und soziale Schichten.

00:02:55: In Florenz übernahm Girolamo Savonarola im Jahr fourzehnhundertneunzig die Macht, Piero di Lorenzo de Medici wurde vertrieben und Savonarrola wurde am dreiundzwanzigsten Mai fourteenhundertdachtundneunzlich als Ketzer verbrannt.

00:03:11: Nach den folgenden Säuberungen wurde eine Stelle frei die Machiavelli erhielt.

00:03:16: Am fünfzehnten Juni fourteenhundred achtundneinzig Wählte man ihn unter vier Bewerbern zum Staatssekretär der zweiten Kanzlei des Rats, der Zehn – zuständig für Außen- und Verteidigungspolitik bis Fünfzehnhundertzwölf.

00:03:31: Der große Rat bestätigte die Ernennung am neunzehnten Juni.

00:03:35: Wahrscheinlich halfen ihm Fürsprecher in einem System familiärer Netzwerke.

00:03:40: Zugleich galt er als jemand, der weder den Medici noch Savonarola nahe stand.

00:03:46: Er hatte im Auftrag des florentinischen Botschafters in Rom Anfang März, fourteenhundertachtundneunzig eine Predigt Savonarolas besucht und kurz darauf kritisch berichtet.

00:03:58: Außerdem wurde er vom ersten Kanzler Marcello Virgilio Adriani unterstützt.

00:04:04: Im Mai fifteenhundert wurde er nach dem Tod seines Vaters Bernardo Oberhaupt seines Familienzweigs.

00:04:12: Im Sommer, Fünfzehnhundert-eins heiratete er Marietta Corsini vor allem aus sozialen und wirtschaftlichen Gründen.

00:04:20: Sie bekamen fünf Söhne und eine Tochter – und ein Enkel aus der Linie seiner Tochter Bartoloméa ordnete später seinen Nachlass.

00:04:29: Seine ersten Missionen führten ihn nach Piumbino im Zusammenhang mit dem Kampf um Pisa und im Juli, vierzehnhundert neunundneinzig, wo er mit Caterinas Forza über Unterstützungszahlungen an Condottieri verhandelte.

00:04:45: Während seiner Amtszeit informierte ihn Biagio Buonacorsi bei Abwesenheit über die Lage in Italien.

00:04:52: Florenz setzte fourteenhundertneunzig auf französische Hilfe gegen Pisa, doch das Vorhaben scheiterte – auch eine Mission unter Luca Delli Albizi blieb erfolglos.

00:05:05: Im Juli fifteenhundert Reiste Machiavelli mit Francesco della Casa zum französischen Hof, traf Ludwig XII.

00:05:13: am XXV.

00:05:14: Juli in Lyon und zog daraus die Lehre, dass man sich auf den König nicht verlassen könne – und das Nähe zur Macht oft von Geiz geprägt sei.

00:05:24: Am vierzehnten Januar Fünfzehnhundert-Eins kehrte er zurück.

00:05:30: Im selben Jahr eroberte Cesare Borgia Piumbino.

00:05:34: Am Vierten Juni begann in Arezzo ein Aufstand gegen Florenz vermutlich unter Borgias Einfluss.

00:05:41: Darum entsannte man am Zweiundzwanzigsten Juni, Fünfzehnhundertzwei Francesco Soderini und Machiavelli nach Urbino.

00:05:50: Dort studierte Machiaveli-Borgia genau was später sein Denken für der Fürst prägte.

00:05:56: Nach etwa drei Wochen endete die Mission ohne Vertragsabschluss.

00:06:01: Nach der Rückkehr wurde Piero Soderinni Staatsoberhaupt auf Lebenszeit.

00:06:06: Im Oktober Fünfzehnhundertzwei traf Machiavelli Borgia in Imola persönlich und beobachtete, wie stark dessen Macht von äußeren Erwartungen abhing.

00:06:17: Am einund dreißigsten Dezember lockte Borgias seine Gegner nach Senigalia, ließ zwei sofort töten, nahm zwei als Geiseln und rief in der Nacht auch Machiavilli zu sich.

00:06:29: Machiavelli schilderte das später als bedeutendes Ereignis.

00:06:33: Am achtzehnten August Fünfzehnhundertdrei starb Papst Alexander VI.

00:06:38: Borgias Position schwächte sich, der kurzlebige Papst Pius III folgte und Ende September schickte die Signoria Machiavelli nach Rom zur Papstwahl.

00:06:49: Am ersten November Fünftzehundert drei wurde Julius II.

00:06:53: Papst.

00:06:54: Er hatte Zustimmung gewonnen, indem er jedem versprach was erhöhen wollte.

00:06:59: Für Cesare Borgia wurden Rumania, Ostia und ein Kommando in Aussicht gestellt.

00:07:05: Doch Mitte November geriet er in Gefangenschaft, und wurde erpresst – was Machiavelli auffallend wohlwollend kommentierte.

00:07:13: Nach der Schlacht vom achtundzwanzigsten Dezember fünfzehnhundertdrei, in der die Spanier die Franzosen schlugen, entsannte man Machiaveli am neunzehnten Januar fifteenhundertvier erneut zu Ludwig XII.

00:07:26: Er blieb bis zum Waffenstillstand im Februar.

00:07:30: Aus den Erfahrungen mit Condottieri Leitete Machiavelli seine Militäreform ab.

00:07:35: Ab Fünfzehnhundert sechs baute er eine Bürgermiliz nach römischem Vorbild auf, in der Bürger und Bauern dienten – ausgewählt nach Tüchtigkeit statt Korruption.

00:07:47: Damit wollte er Patronage durch Leistung ersetzen.

00:07:51: Er erhielt ein zusätzliches Amt im Magistrat und leitete ohne Mehrgehalt die Militärbehörde zuständig für Aufstellung, Ausbildung, Versorgung und Kriegführung.

00:08:03: Die aristokratische Opposition um Alamanno Salviati lehnte die Bürgermiliz ab.

00:08:10: Von August bis November, Fünfzehnhundertsechs, sandte man Machiavelli nach Rom, um Julius II einzuschätzen.

00:08:17: Er hielt ihn für hitzig und voreilig und sah in ihm den Anspruch, die Vorrangstellung in Italien zu erringen.

00:08:25: Im Juni, Fünftzehundertsieben wählte man Macchiaveli zum Geschäftsträger beim späteren Kaiser Maximilian I., hob die Wahl aber standespolitisch wieder auf und entsannte stattdessen Francesco Vettori.

00:08:39: Machiavelli empfand dies als Demütigung, reiste jedoch am siebzehnten Dezember schließlich selbst nach Südtirol und traf am elften Januar Fünfzehnhundertacht in Bozen beim Kaiser ein.

00:08:52: Er blieb bis ins Frühjahr verfasste Berichte über Deutschland zu Beginn des sechzehnten Jahrhunderts und stellte auf der Reise fest, dass die Schweizer abgesehen von gewählten Amtsträgern, eine Freiheit unabhängig vom Rang genossen.

00:09:08: Während in Florenz Freiheit eher an Familie als an Verdienst gekoppelt war.

00:09:14: Dadurch wurden Schweizer und Deutsche für ihn zu Vorbildern.

00:09:18: Mit seiner Miliz führte Machiavelli im Februar und März fifteenhundertneun einen Feldzug gegen Pisa.

00:09:25: Die Stadt kapitulierte am achten Juni.

00:09:28: Er fand die Strafe zu mild Und fürchtete neue Aufstände.

00:09:32: Zugleich blieb die Anerkennung kurz.

00:09:35: Während er nach Verona zurück musste, erhielt Luigi Giciardini den prestigeträchtigeren Auftrag in Mantua – was Machiavelli als Herabwürdigung erlebte.

00:09:47: In Florenz arbeitete er zudem Eng mit Leonardo da Vinci zusammen.

00:09:52: Beide hielten sich am Hof Cesare Borgias auf.

00:09:55: Es gab den Plan, den Arno umzuleiten und Pisa vom Meer abzuschneiden wobei Leonardo als Naturforscher und Zeichner beteiligt war.

00:10:05: Machiavelli nahm die über Jahre gesammelten Erfahrungen als Grundlage seines politischen Denkens, das Dirk Höges als stark erfahrungsbasiert beschreibt.

00:10:15: Fünfzehnhundertzehn geriet Florenz zwischen Papst Julius II.

00:10:20: und Ludwig

00:10:20: XII.,

00:10:23: Machiaveli reiste nach Lyon und traf am siebten Juli fifteenhunderzehn ein.

00:10:29: Bis September blieb die Lage ohne klare Lösung und er unterschätzte dabei die wachsende Macht Spaniens, das mit dem Papst verbunden war.

00:10:38: Florenz entschied sich schließlich für Frankreich und gegen den Papst.

00:10:43: Ludwig lud daraufhin zu einem Konzil nach Pisa für den ersten September fifteen Hundert Elf.

00:10:50: Weil Pisa zu Florenz gehörte und zustimmte, verschärfte sich der Konflikt, Julius reagierte mit einem Konziel in Rom.

00:10:59: Im Mai fifteen Hundert Elf wurde Machiavelli nach Monaco geschickt Ohne Ergebnis, allerdings nun ausdrücklich als Botschafter bezeichnet.

00:11:08: Im September reiste er erneut nach Frankreich um das Konzil abzusagen zu verlegen oder wenigstens die Reiseroute der Kardinäle zu verändern – auch das scheiterte und der Papst verhängte ein interdikt über Florenz.

00:11:23: Am vierten Oktober, Fünfzehnhundertelf wurde Machiavelli zurückgerufen.

00:11:28: Die Lage wurde bedrohlich weil Ferdinand II.

00:11:32: und Venedig mit dem Papst eine heilige Liga bildeten.

00:11:36: Im November entsannte man Machiavelli als Quartiermeister, damit dreihundert Fußsoldaten nach Pisa um die Kardinele zu bewegen das Konzil anderswo fortzusetzen und zugleich Soldaten anzuwerben.

00:11:49: In diesem Monat hob der Papst das Interdikt wieder auf Die Kardinelle zogen weiter nach Mailand und der florentinische Kardinal Giovanni di Medici, der spätere Papst Leo X, gewann in Rom an Einfluss.

00:12:04: Dennoch blieb Piero Soderini pro Französisch.

00:12:08: Im Februar, Fünfzehnhundertzwölf eroberten die Franzosen Brescia – am Elften April schlugen sie bei Ravenna trotz hoher Verluste die Heilige Liga, Giovanni de Medici geriet in Gefangenschaft und floh nach Rom.

00:12:22: Machiavelli erhielt weiter militärische Aufträge Festungen zu prüfen und Soldaten anzuwerben.

00:12:29: Am dreizehnten Juni gewannen päpstliche Truppen Bologna zurück, Pavia fiel an die Schweizer, Mailand wurde am zwanzigsten Juni eingenommen.

00:12:39: Der spanische Botschafter drängte Florenz am elften Juli zum Beitritt zur Liga – Soderini lehnte ab!

00:12:46: Am dreißigsten Juli versuchte Florenc sich mit rund dreißichtausend Dukaten von Frankreich freizukaufen was Ludwig zusätzlich erzürnete.

00:12:55: Am zweiundzwanzigsten August, fünfzehnhundertzwölf wurde Machiavelli zurückgerufen als die päpstliche Allianz unter spanischer Führung gegen Florenz vorging.

00:13:06: Der Herrführer Raimondo de Cardona bot an, gegen dreißigtausend Florin abzuziehen.

00:13:13: Florenz lehnte zunächst ab.

00:13:15: Nach der Eroberung und grausamen Plünderung Pratos am neunundzwantzigsten August zahlte die Stadt schließlich um nicht dasselbe Schicksal zu erleiden Rückkehr der Medici.

00:13:28: Sturz Machiavellis.

00:13:31: Am einund dreißigsten August erfolgte die Abführung Soderinis aus Florenz, während die Medici unter dem Schutz des spanischen Vizekönigs zurückkehrten.

00:13:42: Cardinal Giovanni de' Medici, sein Bruder Giuliano und sein Nefe Giulio übernahmen die Macht.

00:13:49: Sie verteilten Posten an ihre Gefolgsleute und schlossen Menschen aus denen sie misstrauten.

00:13:56: Zu den Entfernten gehörte auch Machiavelli.

00:14:00: Am siebten November verlor er seine Ämter und damit ein Jahresgehalt von zweihundert Florin, sein Nachfolger wurde Niccolò Michelozzi.

00:14:09: Der erste Kanzler Marcello Virgilio Adriani behielt sein Amt und blieb im Amt bis zu seinem Tod, fifteenhundertzwanzig.

00:14:19: Drei Tage später am zehnten November, fünfzehnhundert zwölf musste Machiaveli eintausend Florin als Sicherheit für sein künftiges Verhalten hinterlegen.

00:14:31: Da er das Geld nicht hatte, halfen ihm drei Freunde aus.

00:14:35: Am siebzehnten November wurde ihm der Zutritt zum Regierungspalast verboten, obwohl er öffentliche Gelder noch abrechnen musste.

00:14:44: Bei dieser Abrechnung wurde kein Fehlbetrag gefunden was als Hinweis darauf galt dass Machiavelli zu Recht als unbestechlich galt Gefangenschaft und Folter.

00:14:57: Die Medici kehrten zurück an die Macht, aber viele waren dagegen.

00:15:02: Im Februar fifteenhundertdreizehn verschworen sich Agostino Caponi und Pietro Paola Boscoli gegen die Medici und erstellten eine Liste mit Gegnern.

00:15:12: Machiavelli stand an siebter Stelle.

00:15:15: Er war nicht zu Hause als die Staatspolizei ihn suchte, stellte sich aber kurz darauf.

00:15:20: Während der Verhöhe wurde Machiaveli wiederholt unter Druck gesetzt ohne dass dabei verwertbare Aussagen zustande kamen.

00:15:29: Caponi und Bosculi wurden am XXIII.

00:15:31: Februar hingerichtet.

00:15:34: Am elften März, fifteenhundertdreizehn wurde Giovanni de Medici Papst und nannte sich Leo der Zehnte.

00:15:42: In Florenz feierte man das – und die Gefangenen erhielten Amnestie so dass Machiavelli am zwölften März freikam.

00:15:50: Ein heutiger Historiker hält es für äußerst unwahrscheinlich, dass Machiavelli in das dilettantische Komplott von Februar fifteenhundertdreizien verwickelt war.

00:16:02: Der Fall von Florenz als Bruch im Leben Machiavellis.

00:16:08: Machiaveli war tief getroffen von der Niederlage der Florentinischen Republik die zugleich sein persönliches Scheitern bedeutete.

00:16:16: In einem Brief an eine anonyme Adlige setzte er sich mit dem Fall der Republik auseinander und übte scharfe Kritik an Piero Soderini.

00:16:26: Für Machiavelli war Soderinni von Illusionen gefangen, einige Wochen später schrieb er an den ins Exil nach Siena gegangenen Soderinin und warf ihm vor das politische Grundprinzip dass der Zweck die Mittel heiligt falsch verstanden und ins Gegenteil verkehrt zu haben.

00:16:45: Soderinis habe versucht es allen rechtzumachen und dabei die wichtigste Pflicht eines Staatsmannes vernachlässigt den Staat um jeden Preis zu erhalten.

00:16:55: Machiavelli sah seine eigenen politischen Fehler nicht ein, außerdem verfasste Machiaveli drei kurze Sinngedichte über den Fall von Florenz.

00:17:05: Das erste an Giovanni Battista Soderini gerichtet behandelt die Rolle der Fortuna.

00:17:12: Sie könne Feinden Schande und Elend bringen aber die Grundregeln der Politik könne sie nicht aufheben Und ein gut geordneter Staat könne die Launen des Glücks bekämpfen.

00:17:23: Das zweite Gedicht an Filippo Denerli dreht sich um die Gelegenheit.

00:17:28: Wer Virtu besitzt, nutzt Chancen ohne Reue.

00:17:33: Das dritte Gedicht Anjuvani Volchi ist persönlich.

00:17:37: Machiavelli sieht sich als Reforma der von Neid und Miskunst seiner Mitbürger mit Undank bedacht wird – eben in Armut!

00:17:49: In das kleine Landgut Albergaccio im Dorf Sant'Andrea Rund fünfzehn Kilometer südwestlich von Florenz, zog Machiavelli zusammen mit seiner Frau und den mittlerweile sechs Kindern.

00:18:02: Er konnte es nicht ertragen, untätig in Florenz zu bleiben weil die Medici ihn nicht mehr brauchten.

00:18:08: Knapp ein halbes Jahr nach seiner Folter schrieb er Fünfzehnhundertdreizeen sein bekanntestes Werk Il Principe.

00:18:17: Der ursprüngliche Titel lautete De Principatibus.

00:18:21: Damit verfolgte er offenbar ein sprachliches Täuschungsmanöver um die Humanisten lächerlich zu machen.

00:18:27: Die Kapitelüberschriften sind auf Latein, der Text ist in der Toskanischen Volkssprache dem heutigen Italienisch.

00:18:36: Streben nach politischer Rehabilitierung und der Rückkehr in politische Ämter.

00:18:43: Während seine Verbandung allmählich gelockert wurde, versuchte Machiavelli durch politische Arbeit- und Denkschrifton wieder in öffentliche Ämtern zurückzukehren.

00:18:53: Dieses Ziel prägte sein weiteres Leben.

00:18:57: Zwischen fifteenhundertsechzehn und fünfzehnhundertzwanzig unternahm er mehrere Dienstreisen, unter anderem nach Livorno, Genua und Luca.

00:19:08: In einer Denkschrift zu Luca entwickelte er Vorstellungen für eine stabile florentinische Verfassung.

00:19:15: Die Stadtregierung sollte keine übermäßige persönliche Macht konzentrieren der große Rat müsse kontrollierend wirken Und Amtszeiten sollten strikt begrenzt sein.

00:19:26: Wie schon in den Diskorsi betonte er, dass republikanische Werte bei der breiten Bürgerschaft besser aufgehoben seien als beim mächtigen Familien.

00:19:36: Nach dem frühen Tod Lorenzo de' Medici's im Mai fifteenhundertneunzehn beteiligte sich Machiavelli an Beratungen über die Zukunft von Florenz.

00:19:46: Er schlug vor, Die Medici vorübergehend an der Macht zu lassen zugleich aber ein gestuftes Rätessystem einzuführen dass langfristig die vollständige Machtübertragung an republikanische Institutionen ermöglichen sollte.

00:20:02: Er ging davon aus, das die Medici-Mangels geeigneter Nachfolger bald verschwinden würden.

00:20:09: Seine offen formulierten Vorschläge fanden jedoch kein Gehör und brachten ihm auch persönlich keinen politischen Nutzen.

00:20:17: Weitere kleinere Aufträge – etwa eine erfolglose Mission im Jahr fifteenhundertundzwanzig schadeten seinem Ansehen.

00:20:25: Nach dem Tod Papst Leos des Zehnten und später Hadrianz des Sechsten setzte sich die Macht der Medici weiter fort, als Kardinal Giulio de' Medici im November fifteenhundertdreiundzwanzig Papst Clemens der Siebte wurde.

00:20:41: Machiavellis republikanische Entwürfe blieben folgenlos.

00:20:45: Wiederwillig arrangierte er sich mit der Medichi-Herrschaft.

00:20:50: Im Auftrag des Papstes schrieb er die Historie Fiorentine für die er bezahlt wurde.

00:20:56: Darin stellte er die Medici vordergründig positiv dar, ließ jedoch subtile Kritik einfließen.

00:21:04: Er verzichtete auf moralische Bewertungen und schilderte stattdessen Macht, Angst, Täuschung und Gewalt als treibende Kräfte der Geschichte.

00:21:14: Am Beispiel des Chompie-Aufstands zeigte er das politisches Scheitern.

00:21:19: aus fehlender Entschlossenheit übergab er das Werk dem Papst.

00:21:30: In den folgenden Jahren übernahm Machiavelli erneut diplomatische und militärische Aufgaben, etwa zur Verteidigung von Florenz während des Konflikts zwischen Papstum- und Kaiser Karl V., die Uneinigkeit der italienischen Mächte begünstigte jedoch den kaiserlichen Vormarsch.

00:21:50: Nach der Plünderung Romes im Mai fifteenhundertsiebenundzwanzig endete die Medici Herrschaft in Florenz wurde wieder hergestellt.

00:22:01: Trotzdem blieb Machiavellis Rückkehr in ein Amt aus.

00:22:04: Bei seiner Bewerbung um eine Sekretärstelle erhielt er wegen seiner vermeintlichen Nähe zu den Medici kaum Unterstützung.

00:22:12: Am XXI.

00:22:13: Juni, fifteenhundertsiebenundzwanzig starb Machiovelli an einem Magenleiden.

00:22:19: Er wurde ins Santa Croce in Florenz beigesetzt.

00:22:23: Dreihundert Jahre später ließ einen britischer Bewunderer dort eine Gedenkinschrift anbringen.

00:22:28: – Vermächtnis!

00:22:32: Niccolò Machiavelli's politisches

00:22:33: Denken entfaltet sich vor allem in vier Hauptwerten.

00:22:37: Il Principe, geschrieben.

00:22:39: Fünfzehnhundertdreizehn und Postum Fünftezhundertzweiunddreißig veröffentlicht, den zwischen Fünfzähnhundertdreizehn und Fünfzenhundertsiebzehn entstandenen

00:22:49: Discorsi Sopra

00:22:51: La Prima Deka

00:22:52: di Tito Livio

00:22:54: ebenfalls Fünfzenthundertzweiand dreißig erschienen Del Arte de la Guerra von Fünfzighundertundzwanzig sowie den Historie Fiorentine, verfasst zwischen fifteenhundertundzwanzig und fünftinhundertfünfundzwanzig.

00:23:10: Auf den ersten Blick widersprechen sich diese Schriften.

00:23:14: Während die Discorsi die republikanische Ordnung preisen, analysiert Il Prinscipe die Logik der Alleinherrschaft.

00:23:23: Dieser Gegensatz löst sich jedoch wenn man das Gesamtwerk betrachtet.

00:23:29: Wie der Köges betont, führt die isolierte Lectüre des Prinzipes zu Fehlurteilen.

00:23:35: Erst im Zusammenhang wird Machiavellis Denken verständlich.

00:23:39: Im Prinzip bricht Machiavelli mit der Tradition der Fürstenspiegel.

00:23:43: Sein Fürst ist kein moralisches Ideal sondern ein machtpolitischer Akteur, der den Staat sichern muss.

00:23:51: Erfolg – nicht tugend im klassischen Sinn – ist entscheidend.

00:23:56: Der Herrscher darf hart sparsam und täuschend handeln, sofern dies den Bestand des Staates dient und den Hass des Volkes vermeidet.

00:24:06: In dem Discorsi entwirft Machiavelli dagegen das Ideal einer stabilen Republik gestützt auf Mischverfassung, innere Konflikte und die politische Energie der Bürger.

00:24:18: Geschichte versteht er nicht als Fortschritt sondern als Kreislauf von Ordnung, Verfalle und Neuordnung beeinflusst vom Zufall fortuna und menschlicher Tatkraft, Virtu.

00:24:31: Krieg, Religion und Moral betrachtet er funktional als Mittel politischer Stabilisierung.

00:24:38: auch seine historischen und literarische Werke darunter Komödien wie Mandragola und die Historie Fiorentine dienen der politischen Reflexion.

00:24:49: insgesamt zeigt Machiavelli den Menschen nicht als von Natur aus auf Vervollkommnung angelegtes Wesen sondern als Akteur in einer konflikthaften Welt In der Macht, Gelegenheit und Notwendigkeit das politische Handeln bestimmen.

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