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Süleyman I.

Shownotes

Zehnter Sultan des Osmanischen Reiches...
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Die Episode basiert auf Inhalten von Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Lotte_Lenya
Inhalte wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt oder bearbeitet.
CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/)

Transkript anzeigen

00:00:00: Suleiman I. In seiner Regierungszeit, die als die längste in der Geschichte der Osmanischen Herrscher gilt, erreichte das Reich einen bedeutenden Höhepunkt seiner wirtschaftlichen militärischen und politischen Macht.

00:00:29: Die Anzahl der Untertanen vergrößerte sich unter seiner Führung auf mindestens twenty-fünf Millionen Menschen.

00:00:38: Nachdem er am dreißigsten September, die Nachfolge seines Vaters Selim I. angetreten hatte, begann er seine Herrschaft mit militärischen Feldzügen gegen die christlichen Mächte in Mittel und Osteuropa sowie im Mittelmeerraum.

00:00:57: Im Jahr fifteenhundert-einundzwanzig fiel Belgrad an seine Truppen und fünfzehnhundertzweiundzwantzig eroberte Erodos.

00:01:07: In der Schlacht bei Mohatsch im Jahr fifteen hundertsechsund zwanzig brach er die militärische Kraft des Königreichs Ungarn, in der Folgezeit wurde Ungarn geteilt und zu großen Teilen direkt in das Osmanische Reich eingegliedert.

00:01:26: Die erste Wiener Türkenbelagerung im Jahr fifteenhundertneunundzwanzig endete jedoch mit einer Niederlage, die ein weiteres Vordringen nach Europa verhinderte.

00:01:38: Über viele Jahre führte er zudem Kriege gegen das schiitische Safavidenreich in Persien und gliederte den Irak in sein Staatsgebiet ein.

00:01:49: In Nordafrika wurde das Osmanische Tripolitanien errichtet Während die Osmanische Flotte, die Meere vom Mittelmeer bis zum Roten Meer und in den persischen Golf dominierte.

00:02:03: Neben militärischen Erfolgen leitete er umfassende rechtliche Änderungen in den Bereichen Gesellschaft, Bildung, Besteuerung und Strafrecht ein.

00:02:14: Diese Reformen führte er gemeinsam mit dem obersten Rechtsgelehrten Mehmet Ibusud Effendi durch.

00:02:22: Wobei das Herrscherliche Recht und das islamische Recht der Sharia miteinander verbunden wurden.

00:02:29: Er war zudem als Goldschmied- und Dichtertätig, und förderte mit zehn das goldene Zeitalter der osmanischen Kultur.

00:02:39: Im Jahr fifteenhundertvierunddreißig heiratete er entgegen der Tradition Hürrem Sultan – eine einflussreiche Frau aus seinem Haarem.

00:02:50: Nach seinem Tod im Jahr fünftzehnhundertsechsundsechzig folgte ihm sein Sohn Selim II.

00:02:57: auf den Thron, alternative Namen und Titel.

00:03:03: Suleiman I., ist in der westlichen Welt vor allem als der Prächtige bekannt.

00:03:09: Aufgrund seiner umfassenden Reformen des Rechtssystems im Osmanischen Reich trug er unter seinen Untertanen den Beinamen Kanuni – was der Gesetzgeber bedeutet.

00:03:21: Es ist historisch nicht vollständig geklärt Ab wann genau dieser Beinahme verwendet wurde, da er in Quellen des sechzehnten und siebzehnten Jahrhunderts fehlt.

00:03:32: Und vermutlich erst im frühen achtzehnte Jahrhundert aufkam.

00:03:36: In westlichen Überlieferungen wurde er gelegentlich als Süleiman der Zweite bezeichnet – was jedoch auf der irrigen Annahme beruhte das Süleman Chelebi als legitimer Sultan anzuerkennen sei.

00:03:51: Frühes Leben wurde vermutlich am sechsten November, vierzehnhundertvierundneunzig in Trabson an der Schwarzmeerküste geboren.

00:04:04: Sein Vater war der spätere Sultan Selim I., und seine Mutter Hafsa Sultan – eine konkubine unbekannter Herkunft die fünfzehnhundertvierzig verstarb.

00:04:17: Bereits im Alter von sieben Jahren begann er mit dem Studium der Naturwissenschaften Geschichte, Literatur Theologie und Militärtaktik an den Schulen des Topkapi Palastes in Konstantinople.

00:04:32: In seiner Jugend schloss er Freundschaft mit Pargalö Ibrahim Pasha, einem griechischen Sklaven der später sein Ängster berater wurde.

00:04:42: Mit siebzehn Jahren übernahm er seine ersten Aufgaben als Stadthalter – zunächst in Kaffa und später in Manisa – mit einer kurzen Dienstzeit in Edirne.

00:04:55: Nach dem Tod seines Vaters Selim I. im Jahr fifteen Hundertzwanzig kehrte der junge Herrscher nach Constantinople zurück, dort bestieg er offiziell den Thron als der zehnte Sultan des Osmanischen Reiches.

00:05:13: Erste Beschreibungen seiner Person stammen vom Venetianischen Gesandten Bartolomeo Contarini – Eruberungen in Europa.

00:05:25: Kurz nach seinem Regierungsantritt begann die Expansion des Reiches in Richtung Europa.

00:05:32: Nachdem ein Aufstand des Stadthalters von Damaskus im Jahr fifteenhundertundzwanzig niedergeschlagen worden war, bereitete sich das Heer auf die Eroberung von Belgrad vor.

00:05:45: Diese Stadt galt als entscheidender Zugangsweg zum Königreich Ungarn.

00:05:51: Im August fünftzehnhundert und zwanzig wurde Belgrad von etwa zweihundertfünfzigtausend Soldaten und über einhundert Schiffen belagert, und schließlich eingenommen.

00:06:04: Die Stadt entwickelte sich unter osmanischer Verwaltung schnell zu einem bedeutenden Zentrum mit über ein hunderttausend Einwohnern.

00:06:14: Im Anschluss richtete sich die Aufmerksamkeit auf die Insel Rodos im östlichen Mittelmeer, die damals die Basis des Johanniter Ordens war.

00:06:24: Nach einer fünf Monate dauernden Belagerung im Jahr fifteenhundertzweiundzwanzig Kapitulierten die Ritter und durften die Insel verlassen.

00:06:34: Der Sieg kostete das Osmanische Heer durch Kampfhandlungen und Krankheiten etwa fünfzig tausend bis sechzigtausend Männer.

00:06:44: Einige Jahre später führte der dritte Feldzug nach Ungarn zur entscheidenden Schlacht bei Mohatsch am neunundzwanzigsten August, fünfzehnhundertsechsund zwanzig.

00:06:56: Das ungarische Heere unter König Ludwig II erlitt eine schwere Niederlage gegen die koordinierten Angriffe der osmanischen Truppen.

00:07:05: Der König und ein Großteil des Adels fielen im Kampf, was das Ende der Jagelonendynastie in Ungarn bedeutete.

00:07:14: Das Land wurde daraufhin zwischen dem Osmanischen Reich den Habsburgern und dem Fürstentum Siebenbürgen aufgeteilt.

00:07:23: In dieser Zeit unterstützte der Sultan den adligen Johann Zapolia als ungarischen König gegen die Ansprüche von Ferdinand dem Ersten aus dem Hause Habsburg.

00:07:36: Im Jahr fifteenhundertneunundzwanzig marschierte das Heer erneut durch das Donautal und nahm Buda ein, bevor es im Herbst mit der Belagerung von Wien begann.

00:07:48: Dies war die ehrgeizigste Expedition des Reiches in Richtung Westen doch die Verteidiger konnten den Angriff abwehren.

00:07:57: Ungünstige Wetterbedingungen und überdehnte Versorgungswege zwangen die osmanischen Truppen zum Rückzug.

00:08:05: Ein zweiter Versuch, Wien im Jahr fifteenhundertzweiunddreißig zu erobern scheiterte bereits bei der Belagerung von Gyns.

00:08:14: Im Jahr fünfzehnhundertdreiunddreißig wurde der Vertrag von Konstantinopel unterzeichnet in dem Ferdinand I., die Osmanische Oberhoheit anerkannte und einen jährlichen Tribut zahlte.

00:08:29: In den Fünfzehnhundertvierzigerjahren kam es zu neuen Konflikten in Ungarn, bei Feldzügen.

00:08:36: in den Jahren Fünftezinhunderteinundvierzig und Fünfzehundertvierundviertzig eroberten die osmanischen Truppen weitere harbsburgische Festungen darunter Estergom, Siklos und Sekesch für herwar.

00:08:51: Ferdinand I. musste schließlich einen Friedensvertrag unterschreiben indem er auf Ansprüche verzichtete und weitere Zahlungen leistete.

00:09:01: Im Jahr fifteenhundertzweiundfünfzig belagerten osmanische Einheiten die Burg von Eger im Norden Ungarns, wurden dort jedoch von den Verteidigern unter Istwandobo abgewährt.

00:09:14: Seine dreizehnte und letzte militärische Expedition führte den Sultan im Jahr fünfzehnhundertsechsundsechzig zur Belagerung von Ziegitwa.

00:09:25: Trotz seines hohen Alters von zweiundsebzig Jahren begleitete er das Heer persönlich.

00:09:32: Am sechsten September fünfzehnhundertsechsundsechzig verstarb Er in seinem Zelt auf einem Hügel vor der Festung, nur einen Tag bevor die Stadt endgültig fiel.

00:09:44: Sein Tod wurde vor den Soldaten für achtundvierzig Tage geheimgehalten um die Moral des Heeres nicht zu gefährden.

00:09:53: Osmanisch-Saffavidischer Krieg.

00:09:57: In der Außenpolitik des Reiches spielte der Konflikt mit Persien eine zentrale Rolle.

00:10:04: Zunächst hatte der Sultan seinen Fokus auf Europa gelegt, doch nach der Sicherung der dortigen Grenzen wandte er sich dem Osten zu.

00:10:14: Der Anlass für den Osmanisch-Saffavidischen Krieg von fifteenhundertzweiunddreißig bis fünftinhundertfünfundfünfzig war unter anderem die Ermordung des loyalen Stadthalters von Bagdad durch den Shahr Tamasb.

00:10:30: Im Jahr fifteenhundertdreiunddreißig führte Ibrahim Pasha ein Heer nach Kleinasien, besetzte Tébris und nahm Bitlis ein.

00:10:40: Fifteenhundertvierunddreißig stieß der Sultan selbst hinzu und zog weiter in den heutigen Irak ein.

00:10:48: Die persischen Truppen vermieden eine offene Feldschlacht und setzten stattdessen auf Rückzugsgefechte im unwegsamen Hinterland.

00:10:57: Im Jahr fifteenhundert fünfunddreißig zog das Osmanische Heer feierlich in Bagdad ein.

00:11:04: Dort förderte der Sultan die religiöse Legitimation seiner Herrschaft, indem er das Grab von Abu Hanifa dem Begründer der Hanafitischen Rechtsschule restaurieren ließ.

00:11:17: Ein zweiter Feldzug in den Jahren fünftzehnhundert achtundvierzig und fünfundundneunundviertzig brachte Geländegewinne in der Region um Tébris Warn und Teile von Azerbaijan sowie Georgien.

00:11:32: Auch hier nutzte der Shah die Taktik der verbrannten Erde, was das Osmanische Heer dem harten Winter im Kaukasus aussetzte.

00:11:41: Der dritte- und letzte Feldzug gegen Persien begann im Jahr fifteenhundertdreiundfünfzig.

00:11:48: Nach wechselseitigen Eroberungen in der Region Erzurum kam es schließlich fünftzehnhundertfünfundfünftig zum Frieden von Amasya.

00:11:58: Dieser Vertrag legte die Grenzen zwischen den beiden Reichen fest.

00:12:03: Armenien und Georgien wurden geteilt, wobei die westlichen Teile an das Osmanische Reich fielen.

00:12:10: Der Irak mit der Stadt Bagdad verblieb dauerhaft im osmanischen Besitz und sicherte den Zugang zum persischen Golf.

00:12:19: Die Perser behielten ihre Hauptstadt Tébris sowie Gebiete im Kaukasus- und am Kaspischen Meer.

00:12:27: Feldzüge im indischen Ozean.

00:12:32: Seit dem Jahr fifteenhundertachzehn operierten osmanische Schiffe im indischen Ozean.

00:12:39: Bekannte Admirale wie Hadim Suleiman Pasha, Seidi Ali Reis und Kurtolu Hizirais steuerten Häfen in Mogulreich an.

00:12:50: Es bestand ein diplomatischer Austausch mit dem Mogulkaiser Akbar dem Großen der mehrere Dokumente mit dem Sultan wechselte.

00:12:59: Ziel der maritimen Unternehmungen war es vor allem den Einfluss der Portugiesen zurückzudrängen und die Handelswege nach Indien zu sichern.

00:13:09: Im Jahr fifteenhundertdreißig wurde Aden im heutigen Jemen erobert, um einen Stützpunkt für Angriffe gegen portugiesische Besitzungen an der indischen Küste zu schaffen.

00:13:22: Zwar scheiterte eine Belagerung von Diu im September fifteenhundertdreißig doch festigten die Osmanen ihre Kontrolle über den Jemen und nahmen auch die Stadt Sanaa ein.

00:13:35: Durch die starke Präsenz im Roten Meer konnte ein bedeutendes Handelsvolumen mit dem Mogulreich aufrecht erhalten werden.

00:13:43: Zwischen fifteenhundertsechsundzwanzig und fünfzehnhundertdreiundvierzig unterstützten Osmanische Soldaten das Sultanat Adal am Horn von Afrika, im Kampf gegen Abyssinien.

00:13:57: Diese Expansion stärkte den osmanischen Einfluss in Somalia und ermöglichte den Wettbewerb mit dem portugiesischen Kolonialreich.

00:14:07: Im Jahr fifteenhundertvierundsechzig erreichte eine Gesandschaft aus Atsche auf der Insel Sumatra, den Osmanischen Hof und bat um Hilfe gegen die Portugiesen.

00:14:19: Daraufhin wurde eine Expedition ausgesandt, die den dortigen Herrschern umfangreiche militärische Unterstützung bot.

00:14:27: Da westeuropäische Staaten durch die Entdeckung des Seewegs um das Kapteguten Hoffnung Im Jahr fourteenhundertachtundachzig das Osmanische Handelsmonopol zu Umgehen versuchten, kam es im sechzehnten Jahrhundert immer wieder zu Seekriegen in den Indischen Ozean.

00:14:45: Verbündete wie das Ayuran-Sultanat widersetzten sich dem portugiesischen Wirtschaftseinfluss, indem sie Münzen nach osmanischem Vorbild prägten – Mittelmeer und Nordafrika.

00:15:00: Nachdem die Eroberungen an Land weitgehend gefestigt waren richtete sich das Augenmerk auf die Maritime Vorherrschaft.

00:15:09: Die Nachricht, dass die Festung Coronae auf der Peloponnes an den Venetianischen Admiral Andrea Doria verloren gegangen war beunruhigte den Hof in Constantinople.

00:15:23: Um der spanischen Präsenz im östlichen Mittelmeer zu begegnen ernannte der Sultan den fähigen Kommandanten Kair Addin Barbarossa zum obersten Admiral der Flotte.

00:15:36: Dieser erhielt den Auftrag, die Seestreitkräfte grundlegend neu aufzubauen.

00:15:42: Im Jahr fifteenhundertfünfunddreißig führte Karl dem Fünfte eine christliche Allianz zum Sieg über die osmanischen Truppen in Tunis.

00:15:51: Dieser Konflikt und der Krieg gegen Venedig fährten dazu, dass der Sultan ein Bündnis mit Franz I von Frankreich einging.

00:16:01: In Nordafrika wurden weite Gebiete annektiert Und die Aktivitäten der Barbarescan Corsaren müssen im Kontext der Kriege gegen Spanien gesehen werden.

00:16:12: Im Jahr fifteenhundertvierzig scheiterte eine spanische Expedition gegen Algier, während der italienischen Kriege wurde die Allianz mit Frankreich im Jahr fünfzehnhundertzweiundvierzich erneuert – wobei gemeinsame militärische Operationen gegen das Haus Habsburg vereinbart wurden.

00:16:33: Das Reich versprach Truppen gegen Ferdinand I. und eine Flotte von einhundertfünfzig Galeren gegen Karl V. Im August fifteenhunderteinundfünftig gelang es dem Kommandanten Turgut Reis, Tripolis einzunehmen das seit fünfzehnhundertdreißig im Besitz des Johanniter Ordens war.

00:16:54: Die Stadt wurde zur Hauptstadt der Provinz Tripolitanien und zu einem Zentrum für maritime Unternehmungen.

00:17:04: scheiterte ein christlicher Versuch, die Stadt in der Seeschlacht von Gerba zurückzuerobern.

00:17:11: Ein weiterer bedeutender Konflikt im Mittelmeer war die Belagerung von Malta im Jahr fifteenhundert fünfundsechzig.

00:17:19: Die osmanischen Truppen versuchten, die Ritter des Johanniterorgens von der Insel zu vertreiben.

00:17:25: Die Kämpfe dauerten vom achzehnten Mai bis zum achten September an.

00:17:30: Trotz schwerer Schäden an den Befestigungen und hohen Verlusten auf beiden Seiten mussten sich die Osmanischen Kräfte nach dem Eintreffen von Verstärkungen aus Spanien zurückziehen.

00:17:41: Etwa zehntausend osmanische Soldaten verloren bei diesem Unternehmen ihr Leben – Rechts- und Politikreformen!

00:17:51: In seinem eigenen Reich wurde der Sultan vor allem als der Gesetzgeber geschätzt.

00:17:57: Während die Sharia als göttliches Recht des Islam für ihn unantastbar blieb, konnte er in Bereichen wie dem Strafrecht, dem Bodenrecht und dem Steuerwesen eigene Vorschriften erlassen.

00:18:10: Diese als kanunbekannten Regeln wurden von ihm gesammelt und vereinheitlicht, ersichtete die Urteile seiner neuen Vorgänger entfernte Widersprüche und schuf einen zusammenhängenden Rechtskodex der als Osmanisches Recht bekannt wurde und über dreihundert Jahre Bestand haben sollte.

00:18:31: Gemeinsam mit dem Großmufti Mehmet Ebusut Effendi passte er die Gesetze an die Bedürfnisse des wachsenden Reiches an.

00:18:40: Ein besonderes Augenmerk legte er auf den Schutz seiner jüdischen Untertanen.

00:18:45: Auf Anraten seines Leibarztes Moses Hamon, er ließ er Mitte der fifteenhundertfünfziger Jahre einen Erlass der falsche Anschuldigungen gegen Juden offiziell verurteilte.

00:18:58: Im Strafrecht führte er ein System von Geldstrafen für bestimmte Vergehen ein und reduzierte die Anwendung von Todesstrafen oder körperlichen Verstümmelungen.

00:19:09: Das Steuerwesen wurde durch Abgaben auf verschiedenste Waren, Viehbestände, Handelsgewinne sowie Imm- und Exporte neu geregelt.

00:19:19: Auch das Bildungswesen wurden gefördert.

00:19:22: Höhere mit Resen boten eine Ausbildung auf universitären Niveau an, deren Absolventen als Lehrer oder Imame tätig wurden.

00:19:31: Diese Bildungszentren waren oft Teil größerer Gebäudekomplexe um Moscheen herum, zu denen auch Bibliotheken, Bäder, Armenküchen und Krankenhäuser gehörten.

00:19:43: Die Künste unter Süleiman Die Regierungszeit des Sultans gilt als das goldene Zeitalter der osmanischen Kunst- und Kultur.

00:19:56: Im Topkapi Palast wurden zahlreiche kaiserliche Kunstgesellschaften verwaltet die als Gemeinschaft der Handwerker bekannt waren.

00:20:06: Diese Gruppen zogen talentierte Künstler aus dem gesamten Reich an, sowohl aus der islamischen Welt als auch aus den neu eroberten Gebieten in Europa.

00:20:18: Dadurch entstand eine Mischung aus arabischen, türkischen und europäischen Einflüssen.

00:20:25: Zu den Kunsthandwerkern gehörten Maler, Buchbinder, Kirschner, Juwelire und Goldschmiede.

00:20:33: Lohnregister aus dem Jahr fifteenhundertsechsundzwanzig belegen, dass damals bereits vierzig solcher Gesellschaften mit über sechshundert Mitgliedern existierten.

00:20:44: Während frühere Herrscher stark von der persischen Kultur beeinflusst waren, entwickelte das Reich unter Süleiman eine eigene künstlerische Identität.

00:20:56: Ein herausragendes Merkmal dieser Epoche war das umfangreiche Bauwesen.

00:21:02: Der Architekt Mima Sinan diente von fifteenhundertdreißig bis fünftienhundertachtzig als oberster Hofarchitekt.

00:21:13: Im Werden zwischen dreihundert und fünfhundert Bauwerke zugeschrieben, die von Budapest bis Meckereichen.

00:21:21: Diese monumentalen Bauten dienten nicht nur religiösen Zwecken sondern festigten auch die osmanische Souveränität in den Provinzen.

00:21:31: Der Sultan selbst war ein begabter Dichter, der unter dem Pseudonym Mohibi, Ferse in persischer und türkischer Sprache verfasste.

00:21:41: Einige seiner Zeilen sind bis heute als türkische Sprichwörter bekannt.

00:21:47: Als sein Sohn Mehmet im Jahr fifteenhundertdreiundvierzig verstarb, verfaste er ein bewegendes Chronogramm zu dessen Gedenken.

00:21:56: auch bedeutende Talente wie die Dichtervusuli prägten das literarische Leben dieser Zeit.

00:22:04: Neben der Literatur wurde auch die Gartenkunst gefördert, es wird angenommen dass die großflächige Kultivierung der Tulpe in dieser Ära begann und die Blume durch Diplomaten nach Europa gelangte.

00:22:19: Das Motiv der Tulppe fand bald Einzug in die Gestaltung von Teppichen und Keramiken.

00:22:25: künstlerische Entwicklungen zu den führenden Dichtern die während dieser Regierungszeit hervortraten, gehörten neben Fusuli und Baki auch Piersultan Abdal und Badat Lirui.

00:22:41: In der bildenden Kunst- und Geschichtsschreibung leistete Matrak-Chinasu bedeutende Beiträge – ebenso wie der Kaligraf Ahmed Karahisari.

00:22:50: Ein interessantes Detail der kulturellen Entwicklung war der Transport mythologischer Statuen aus Buda nach Konstantinople nach der Schlacht bei Mohatsch.

00:23:03: Diese Werke stammten aus der Bibliothek des ungarischen Königs Matthias Corvinus und wurden im Palast von Ibrahim Pasha aufgestellt.

00:23:13: Obwohl sie als Beutekunst Aufmerksamkeit erregten, wurden sie von religiösen Kreisen als Idole abgelehnt – und blieben nicht dauerhaft erhalten.

00:23:24: Im Jahr fifteenhundertzweiunddreißig ließ der Sultan eine vierstufige Krone anfertigen um seine Vormachtstellung gegenüber dem Papst und den europäischen Herrschern zu demonstrieren.

00:23:37: Die Krone, die von venezianischen Kaufleuten für einhundertfünfzehntausend Dukaten hergestellt wurde symbolisierte die vier damals bekannten Kontinente.

00:23:48: in der Architektur war das Ziel Konstantinopel zum Zentrum der islamischen Zivilisation auszubauen.

00:23:56: Mimar Sinan entwarf Brücken Paläste und soziale Einrichtungen.

00:24:02: Sein Meisterwerk in der Hauptstadt ist die Soleimanie Moschee, die zwischen fifteenhundertfünfzig und fünfzehnhundertsieben-unfünftig errichtet wurde.

00:24:13: Dieser monumentale Komplex auf einem Hügel über der Stadt umfasste neben der Hauptmoschee auch vier Mitresen eine medizinische Hochschule, eine Schule für Überlieferungswissenschaften ein Krankenhaus, eine Karawanserei und einer Armenküche.

00:24:31: Die Architektur der Moschee mit ihrer zentralen Kuppel und den flankierenden Halbkuppeln gilt als Vollendung der Osmanischen Baukunst.

00:24:41: Ein weiteres bedeutendes Werk ist die Prinzenmoschee, die dem fifteenhundertdreiundvierzig verstorbenen Sohn Mehmet gewidmet wurde.

00:24:50: Auch außerhalb der Hauptstadt wurden bedeutende Projekte realisiert wie die Restaurierung des Felsendoms und der Stadtmauern von Jerusalem die Renovierung der Kaba in Mecca und der Bau eines Komplexes in Damascus.

00:25:06: Der Topkapi-Palast wurde in dieser Zeit wesentlich erweitert, insbesondere durch die dauerhafte Hinzufügung des kaiserlichen Haarrems.

00:25:16: Dies führte dazu dass der Palast nicht nur das Verwaltungszentrum sondern auch der feste Wohnsitz der Sultansfamilie wurde was bis ins neunzehnte Jahrhundert so blieb – Privatleben!

00:25:30: Porträts aus dem Jahr fifteenhundert sechsundsechzig zeigen den Sultan am Ende seines Lebens.

00:25:37: Diese Darstellungen entstanden im Zusammenhang mit seinem letzten Feldzug nach Ungarn und der Belagerung von Ziegetwa, Gefährtinnen Es sind drei Frauen bekannt die als Gefährtinnen des Sultans galten.

00:25:54: Phyllane H. Thun war eine seiner frühen PartnerInnen.

00:25:58: Mahidefran Hatun stammte vermutlich aus dem Kaukasus oder vom Balkan und trat in den Haarem ein, als der Sultan noch Prinz in Manisa war.

00:26:11: Sie war die Mutter des ältesten überlebenden Sohnes Mustafa, der im Jahr fifteenhundertdreiundfünfzig hingerichtet wurde.

00:26:21: Die bedeutendste Rolle spielte jedoch Hürremsultan – im Westen als Roxelane bekannt.

00:26:28: Sie war ursprünglich eines Klavin routänischer Herkunft, die zur Favoritin des Sultans aufstieg.

00:26:36: Im Jahr fifteenhundertvierunddreißig brach er mit der osmanischen Tradition und machte sie zu seiner rechtmäßigen Ehefrau.

00:26:45: Sie war die erste Frau im Osmanischen Reich, die sich aktiv in die Staatsangelegenheiten und die Verwaltung einmischte.

00:26:55: Als Mutter der meisten seiner Kinder Darunter sein Nachfolger Selim II.

00:27:00: übte sie großen Einfluss aus.

00:27:04: Ihre Stellung als Haseki-Sultan begründete eine Ära, in der Frauen der kaiserlichen Familie über Generationen hinweg beträchtliche Macht im Reich ausübten.

00:27:16: Töchter Zwei Töchter des Sultans sind namentlich überliefert.

00:27:23: Radziehe Sultan verstarb bereits im Jahr fifteenhundertundzwanzig.

00:27:29: Mirimar Sultan, die Tochter von Hürrim Sultan wurde fifteenhundertzweiundzwanzig geboren und heiratete im Jahr fünfzehnhundertneununddreißig den Großvisier Rüstem Pasha.

00:27:44: Beziehung zu Hürrim Sultan Die Verbindung zur Hürrem Sultan war von tiefer Zuneigung geprägt.

00:27:53: Die junge Frau, die von Tataren gefangen und nach Konstantinopel verkauft worden stieg im Haarim schnell auf.

00:28:02: Dass der Sultan eine ehemalige Konkubine offiziell heiratete, erregte am Hof und in der Bevölkerung Großes Aufsehen.

00:28:12: Entgegen der Gepflogenheit das Mütter ihre Söhne in die Provinzen begleiten mussten gestattete er ihr dauerhaft bei ihm im Palast zu bleiben.

00:28:22: sie fungierte als seine Beraterin und korrespondierte in seiner Abwesenheit mit ausländischen Herrschern wie dem polnischen König Sigismund II.

00:28:32: August.

00:28:34: Ihr Einfluss auf politische Entscheidungen war so groß, dass sie in die Ernennung und Abberufung von Ministern – und sogar des Großvisiers eingebunden war.

00:28:45: Gemeinsam mit ihr schuf der Sultan den Titel der Haseki-Sultan was ihre Position als zweitmächtigste Person im Staat untermauerte.

00:28:56: Die lebenslange Treue des Sultans zu ihr führte am Hof zu Gerüchten über eine mögliche Verzauberung des Herrschers.

00:29:04: In seinen Gedichten, die er unter dem Namen Muhibbi verfasste, drückte er seine Bewunderung für sie aus.

00:29:13: Er nannte sie sein Frühlingslicht, seinen Vertrauten und seine einzige Liebe.

00:29:19: Diese literarischen Zeilen zeugen von einer für die damalige Zeit außergewöhnlichen emotionalen Bindung zwischen einem Herrscher und seiner Gemahlin'.

00:29:30: Großvisier Pargale Ibrahim Pasha.

00:29:34: In den ersten Jahrzehnten seiner Herrschaft war Pargala Ibrahim Pasha der engste Begleiter des Sultans.

00:29:43: Ibrahim stammte aus Pargar und kam als Sklave an den Hof, er konvertierte zum Islam und stieg schnell in der Palastirarchie auf – vom Falkner bis zu obersten Beamten der Schlafgemächer.

00:29:58: Die beiden verbannte eine so enge Freundschaft dass sie oft gemeinsam Speisten und Zeit verbrachten.

00:30:06: Im Jahr fifteenhundertdreiundzwanzig wurde Ibrahim zum Großvisier, und Oberbefehlshaber der Armee ernannt.

00:30:14: Zusätzlich erhielt er den Titel eines Bayer-Bay von Rummelien – was ihm die Autorität über alle osmanischen Gebiete in Europa verlieh.

00:30:25: Diese rasche Beförderung eines jungen Mannes ohne umfangreiche militärische Erfahrung sorgte am Hof für Unruhe.

00:30:34: Während seiner dreizehn Jahre dauernden Amtszeit, sammelte Ibrahim großen Reichtum an und ließ sich einen prächtigen Palast am Hypodrom errichten.

00:30:45: Sein wachsender Einfluss und sein diplomatisches Auftreten schufen ihm jedoch viele Feinde.

00:30:52: Es kam zu Spannungen mit Hürremsultan, da Ibrahim die Thronfolge des ältesten Sohnes Mustafa unterstützte.

00:31:00: Zudem führte ein Streit mit dem Finanzsekretär Iskender Celebi zu einem Vertrauensverlust.

00:31:08: Schließlich wandte sich der Sultan von seinem langjährigen Freund ab, auf Anraten des Rechtsgelehrten wurde Ibrahim Pasha im Jahr fifteenhundertsechsunddreißig im Topkapi-Palast hingerichtet.

00:31:23: Nachfolge Die Regelung der Nachfolger war von innerfamiliären Konflikten geprägt.

00:31:31: Der Sultan hatte insgesamt sechs Söhne, von denen vier bis in die fifteenhundertfünfziger Jahre überlebten.

00:31:40: Der älteste Sohn Mustafa stammte von Mahidefran, während Selim, Bayezid und Chihangir Söhnen von Hürrem waren.

00:31:50: Da es damals kein festes System für die Thronfolge gab, führten die Rivalitäten oft zu gewaltsamen Auseinandersetzungen.

00:32:00: Im Jahr fifteenhundertdreiundfünfzig begannen Intrigen gegen Mustapha während eines Feldzugs gegen Persien.

00:32:08: Dem Sultan wurde berichtet, dass Mustafa Plahne den Thron vorzeitig zu beanspruchen.

00:32:15: Daraufhin wurde Mustafa im Lager in Areli in das Zelt seines Vaters gerufen und dort von Wachen getötet.

00:32:23: Sein Halbbruder Jihangir starb wenige Monate später vor Kummer über diesen Vorfall.

00:32:30: Zwischen den verbliebenen Brüdern Selim und Bayezid brach ein Bürgerkrieg aus.

00:32:36: Im Jahr fifteenhundertneunundfünfzig besiegte Selim mit Unterstützung des väterlichen Heeres seinen Bruder Baikonja.

00:32:45: Bayezit floh daraufhin, mit seinen vier Söhnen an den Hof der Safaviden nach Persien.

00:32:50: Nach diplomatischen Verhandlungen und der Zahlung großer Goldmengen stimmte der Schad der Hinrichtung von Bayezith im Jahr fifteenhundertsechzig zu.

00:33:03: Damit war der Weg für Selim II.

00:33:06: Frey, der schließlich fünftzehntundsechszig die Nachfolge antrat – tot!

00:33:14: Süleyman I. Verstab am sechsten September fünftenhundertsächzig während der Belagerung der ungarischen Festungs-Zigetware im Alter von einundsebzig Jahren.

00:33:27: Sein Tod wurde vom Großvisier Sokolu Mehmet Pasha geheimgehalten, um die Thronbesteigung von Selim II.

00:33:36: und den Rückzug des Heeres nicht zu gefährden.

00:33:39: Der Leichnamen wurde nach Konstantinopel überführt und dort in der Suleimanie Moschee beigesetzt.

00:33:46: Sein Herz-und andere Organe wurden jedoch nahes Ziggitwaer in Tobig begraben.

00:33:52: Dort entstand später ein Mausoleum das zu einer Pilgerstätte wurde Vermächtnis.

00:34:00: Das Bild des Sultans als idealer Herrscher wurde bereits zu seinen Lebzeiten durch literarische Werke geprägt.

00:34:08: Spätere osmanische Schreiber sahen in seiner Regierungszeit den Maßstab für eine gerechte und erfolgreiche Staatsführung.

00:34:18: Lange Zeit hielt sich in der Geschichtsschreibung die Ansicht, dass nach seinem Tod ein schleichender Verfall des Reiches begann.

00:34:26: Doch moderne Forschungen bewerten die nachfolgenden Jahrzehnte eher als eine Phase der Transformation und Anpassung.

00:34:34: Die Eroberungen unter seiner Führung sicherten dem Osmanischen Reich eine zentrale Rolle im europäischen Machtgefüge.

00:34:43: Der österreichische gesannte Busbeck warnte damals eindringlich vor der Disziplin- und Schlagkraft des osmanischen Heeres, auch in der europäischen Literatur hinterließ er Spuren.

00:34:55: So wird er etwa in William Shakespeares Werk, der Kaufmann von Venedig erwähnt.

00:35:02: Sein bleibendes Erbe findet sich vor allem in der Architektur.

00:35:06: Die Werke von Mimar Sinan prägen bis heute das Stadtbild von Istanbul und anderen Städten.

00:35:13: Der Sultan ist in einem prachtvollen Mausoleum an der Süleimanie Mosche bestattet.

00:35:19: Es wird heute betont dass die Erfolge dieser Ära nicht allein das Verdienst des Sultans waren sondern auch auf der Arbeit talentierter Staatsmänner wie Ibrahim Pasha, Rüstem Pasha und Ebusut Effendi beruhten.

00:35:34: In Anerkennung seiner Bedeutung als Gesetzgeber ist ein Porträt von ihm im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten angebracht wo er neben anderen historischen Figuren geehrt wird die grundlegende Rechtsprinzipien etabliert haben.

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